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Notfall-Liste

© Holsteinischer Courier 22.2.2017


© Holsteinischer Courier 22.2.2017


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© Holsteinischer Courier 10.1.2017



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© Holsteinischer Courier 26.11.2016

Unsere Rede zur Aktion Krach gegen Gewalt 2016

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter und liebe Kinder!
Kennt ihr das Spiel „Ich packe meinen Koffer“?
Es ist lustig mit anderen zu überlegen, was dort alles im Koffer landet und man muss sich höllisch konzentrieren, damit man nicht vergisst, was da so aufgezählt wurde.
Für viele Frauen und Kinder gehört dieses Spiel zur traurigen Wirklichkeit und eignet sich gerade nicht zum gemeinsamen Zeitvertreib und dient auch keiner Urlaubsvorbereitung.

Sie packen, um zu flüchten.

Sie packen nur das Nötigste:
Bekleidung
Papiere
Geld, wenn vorhanden und das Lieblingsspielzeug sollte auch nicht fehlen.
Das ist ab jetzt ihre ganze Habe. Das, und auch der Mut, den sie brauchen, um die ersten Schritte in eine völlig ungewisse Zukunft zu machen.
In eine andere Stadt.———
Zu fremden Menschen.———
In eine unbekannte Schule oder in einen neuen Kindergarten.——–
Ein völlig neues Leben:
ohne die Furcht vor unberechenbaren Gewaltausbrüchen des Partners/Vaters
ohne die Furcht um die Mutter und
ohne die Furcht um die Kinder.

Dennoch machen viele diese Schritte nur zögerlich. Sie zweifeln:
„Bin ich allein dem Leben überhaupt gewachsen? Ich brauchte mich ja bisher nicht um Finanzen oder um irgendwelche Verträge zu kümmern. Er hat mir alles aus der Hand genommen und nie etwas davon erzählt.“
„Kann ich das meinen Kindern überhaupt zumuten? Sie müssen sich von ihrem Hund und der Katze trennen. Sie müssen die Schule wechseln und können ihre Freundinnen und Freunde nicht mehr sehen.“
„Ja, ist es denn überhaupt Gewalt, wenn er mir vorschreibt, was ich anzuziehen habe und mir kein Geld lässt, damit ich mir auch mal etwas kaufen kann?“
Bin ich ein Fall für´s Frauenhaus wenn er Lügen über mich verbreitet, die einzig und allein dem Zweck dienen sollen, einen Keil zwischen mich und meinen Freundschaften zu treiben?“
Eine andere wird sich fragen: „Haben meine Eltern nicht das Recht zu bestimmen, wen ich heiraten soll?“

Trotz unzähliger Selbstzweifel und eben so vieler Zukunftsängste wagen eine Menge den Schritt in das Ungewisse.
Allein in diesem Jahr fanden bis heute …… Frauen und …… Kinder Schutz im Autonomen Frauenhaus Neumünster.
Die Kehrseite ist, dass wir bis auf den heutigen Tag schon …… Frauen und …… Kinder
nicht aufnehmen konnten, weil bei uns für sie wegen Überfüllung kein Platz mehr ist.
Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass sich der Stressfaktor „räumliche Enge“ negativ auf das Nervenkostüm der einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner auswirken kann und damit auch das Gemeinschaftsleben negativ beeinflusst.

Dieser nun schon seit Monaten andauernde Zustand der räumlichen Überlastung ist nicht nur auf Neumünster beschränkt.-Er bezieht sich auf die Frauenhäuser im ganzen Landesgebiet -und auch bundesweit ächzen die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen unter einer Dauerauslastung.
Es müssen dringend mehr Frauenhäuser her, damit alle die Chance auf einen Platz haben. Und dieser Platz muss dort sein, wo sie auch wirklich hin wollen und nicht ganz woanders, weil nur da ein Platz für sie frei ist.
Soviel Menschenrecht muss hier in der Bundesrepublik möglich sein!

Wenn wir jetzt in die Zukunft schauen und uns dabei fragen, was muss sich ändern, damit die Fälle von häuslicher Gewalt endlich abnehmen oder ganz aufhören? Dann fällt mir zunächst eine professionelle Prävention ein, die in den Kindergärten, Schulen und anderen Jugendeinrichtungen angeboten wird. Jedes Kind muss die Gewissheit haben, dass es einen vertrauten und sensiblen Erwachsenen gibt, den es sich bei auftauchenden Problemen anvertrauen kann. Und wenn es nicht in der Familie geht, dann eben bei Pädagoginnen und Pädagogen. Darum müssen Ursachen und Auswirkungen häuslicher Gewalt auch mit im Lehrplan stehen und entsprechende Fortbildungen angeboten werden.

Im Frauenhaus gibt es einen Aufnahmebogen, den wir beim Einzug mit den Frauen ausfüllen. Eine der Fragen lautet. „Warst Du schon einmal in einem Frauenhaus?“ Viel zu oft wurde schon darauf geantwortet: „Ja, das erste Mal mit meiner Mutter. Aber das ist schon lange her. Da war ich noch ein Kind.“
Der Kreislauf der Gewalt muss durchbrochen werden und gepackte Koffer brauchen wir nur im Spiel und für den Urlaub -aber nicht mehr, um vor häuslicher Gewalt zu fliehen!
Ist es nicht verrückt, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, dass die Opfer von häuslicher Gewalt ihr Heim verlassen müssen, während es sich die Täter dort weiterhin gemütlich machen können?
Sie haben ihre Sachen in Koffern zu packen und können in ein Männerhaus für Gewalttäter ziehen! Dort bekommen sie das, was sie brauchen: nämlich eine Therapie!
Ich fände es nur gerecht wenn sie sich 5 Jahre lang nicht in ihrem Heimatort aufhalten dürften und später nur mit Auflagen. Dann wäre der Schutz der Frauen und Kinder nachhaltig gesichert.

Das sind Zukunftsvisionen, doch wir leben im Jetzt!
Wir setzen jetzt ein Zeichen gegen häusliche Gewalt!
Dafür stehen wir jetzt hier und dafür werden wir jetzt in dieser Stadt Krach machen.
Die Sambagruppe Fejuada wird uns dabei akustisch unterstützen.
Mein Dank geht an Michaela Zöllner, die städtische Gleichstellungsbeauftragte, der wir die Luftballons zu verdanken haben und dem allevitischen Verein, der mit vielen Krachmacherinnen und Krachmachern dabei ist.

Die Luftballons können wir am Ende der Demo, an der Säule gegen Gewalt, die von ehemaligen Bewohnerinnen gemeinsam gestaltet wurde, in den Himmel steigen lassen. Wir rufen dazu:
„Wir lassen unsere Koffer steh´n!
Die Täter,
müssen geh´n!“
Für´s zuhören vielen Dank an Euch alle und viel Spaß beim Krach machen!


hoc04022016© Holsteinischer Courier 04.02.2016

 

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© Holsteinischer Courier 26.11.2015



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PrimaWochenende20062015_2

© Prima Wochenende 20.6.2015


 

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© Holsteinischer Courier 11.6.2015


Frauen-Aktions-Wochen 2015:

HOC27022015© Holsteinischer Courier 27.02.2015


HOC27022015_2© Holsteinischer Courier 27.02.2015


 

Nein zu Gewalt gegen Frauen 2014:

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HOC26112014© Holsteinischer Courier 26.11.2014


 

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© Kieler Nachrichten 26.11.2014


 

Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Frauenhaus

Neumünster (pm) – Frauen, die das Frauenhaus Neumünster aufsuchen, kommen aus einer Gewalt- oder Bedrohungssituation und suchen dort Schutz und Hilfe.

Bei der Beratung hinsichtlich der Gewährung von Leistungen nach dem SGB II muss daher immer beachtet werden, dass es sich bei diesen Kundinnen um Frauen in einer besonderen Notsituation handelt, die körperlich und / oder psychisch verletzt und traumatisiert sind. Diese Frauen sind oft ohne  das Notwendigste geflüchtet und haben entsprechend weder Ausweis, Geld und Kleidung.

Aus diesem Grunde erfolgt die Leistungsberatung für Frauen, die im Frauenhaus Zuflucht gesucht haben, seit 2012 im Jobcenter Neumünster durch die Zugangsberatung.

Für die Beratung wurde ein auf die Bedürfnisse der betroffenen Frauen abgestimmtes Verfahren mit dem Frauenhaus abgesprochen, das auf die besondere Situation der Frauen Rücksicht nimmt.

Die Mitarbeiterinnen der Zugangsberatung, Birte Schlemmer und Annelie Dose, nehmen Leistungsanträge nach telefonischer Terminvereinbarung über das Frauenhaus entgegen.

Eine Terminvergabe erfolgt kurzfristig und berücksichtigen in der Beratung die besonderen individuellen Lebensumstände der zu beratenden Frauen.

Präsenzberatung

Die Frauenhausmitarbeiterinnen Eilika Degenhardt und Sevim Kiraz-Döhring (außen), Jobcenter-Geschäftsführer Thorsten Hippe und Zugangsberaterin Birte Schlemmer informieren über Leistungen für Frauen, die im Frauenhaus Zuflucht gesucht haben.        (Bericht: (c) Prima Wochenende, Kopp & Thomas Verlag GmbH, Foto: Gottschalk)


Bericht in den Kieler Nachrichten vom 20.6.2014:

KN20062014 Internationaler Frauentag, 8. März 2014

HOC03032014(© sh:z/Holsteinischer Courier vom 18. Februar 2014, Text/Foto: Sonja Kröger).

Hier klicken, um die Broschüre zum Frauentag 2013 herunter zu laden.

Krach gegen Gewalt 2013

Anlässlich des internationalen Gedenk- und Aktionstages Nein zu Gewalt an Frauen (25. November) haben wir alle Bürgerinnen und Bürger am Montag, den 26. November 2013 dazu eingeladen, mit ihren eigenen Musikinstrumenten ein lautstarkes Zeichen gegen Gewalt zu setzen.

KrachgegenGewalt2013

Hier klicken, um den Bericht im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 26. November 2013, Text/Foto: Rolf Ziehm).

Warum machen wir Krach gegen Gewalt?

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Er erinnert an die Schwestern Mirabal. Sie lebten in der Dominikanischen Republik und engagierten sich politisch. 1960 wurden sie von Militärangehörigen des damaligen Diktators verschleppt, vergewaltigt und ermordet.

Einige Jahre später wurde ihr Todestag, der 25. November von karibischen und lateinamerikanischen Feministinnen zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen und wurde dann offiziell durch die Vereinten Nationen aufgegriffen.

Was hat das Ganze mit uns zu tun?

In der Bundesrepublik ist jede vierte Frau Opfer von psychischer, physischer oder sexueller Gewalt. Häusliche Gewalt wird überwiegend vom Partner oder Ex-Partner ausgeübt.

37 Prozent der betroffenen Frauen vertrauen sich niemanden an. Manche fühlen sich sogar mitschuldig. Trotz Schläge, die sie zum Teil über Jahre ertragen, bleiben sie bei ihren Partnern.

Wir wollen Mut machen, das Schweigen zu brechen!

In Neumünster gibt es mehrere Anlaufstellen, um Wege aus dieser alltäglichen Gewalt zu finden. Zunächst einmal ist da die Polizei, die einschreiten muss, wenn es zu gewalttätigen Übergriffen kommt. Es werden aber auch Beratungen von den katholischen und evangelischen Kirchen angeboten. Auch Pro Familia, KIK und der Notruf führen diese Hilfsgespräche. Wichtig ist da auch noch das Frauenhaus, dass Beratung und auch Schutz für Frauen und auch für deren Kinder anbietet.

Hier klicken, um den Bericht im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 26. November 2013, Text/Foto: Rolf Ziehm).

badaboom

Plakate gegen Diskriminierung und Rassismus

Hier klicken, um den Bericht über die Plakatausstellung im Rathaus-Foyer zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 21. März 2013, Text/Foto: Mirjam Rüscher).

 104 Frauen suchten Schutz

Hier klicken, um unseren Rückblick für das Jahr 2012 im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 10. Januar 2013, Text/Foto: Mirjam Rüscher).

Krach gegen Gewalt 2012

  • Hier klicken, um den Bericht im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 27. November 2012, Text/Foto: Mirjam Rüscher/ Rolf Ziehm).
  • Hier ist der Bericht in den Kieler Nachrichten (© Kieler Nachrichten vom 27. November 2012, Text/Foto: König).

Brötchen-Tüten zum Aktionstag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“

Hier klicken, um den Bericht im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 19. November 2012, Text/Foto: Voiges).

Graffiti-Stricken zum internationalen Frauentag

Hier klicken, um den Bericht im Holsteinischen Courier zu lesen (© sh:z/Holsteinischer Courier vom 15. November 2012, Text/Foto: Mirjam Rüscher).

Unsere Aktion zur Demo gegen Neonazis am 1. Mai 2012

Am 1.Mai 2012 wollten die Nazis einen Aufmarsch in Neumünster veranstalten. Es fand eine große Gegendemo statt, zu der ein vielseitiges Bündnis von Vereinen, Parteien und der Kirche aufrief.

Da die NPD sich nicht an die Auflagen hielt, löste die Polizei ihren Aufmarsch auf. Die Nazis wurden in Gewahrsam genommen und zur Polizeiwache abtransportiert.

Auf unserer Gegendemo sammelten wir Unterschriften auf einem Transparent mit dem Slogan: „Diese Stadt hat Nazis satt“. Viele Neumünsteraner Bürgerinnen und Bürger unterschrieben mit bunten Filzstiften. Auch Bekannte aus der Politik ließen sich nicht zwei mal bitten. Das Transparent führten wir während der Demo mit und hängten es schließlich an die Bühne bei Rock gegen Rechts.

Das 6 Meter lange Banner spiegelt das große Bündnis der antifaschistischen Bewegung in Neumünster wieder. Wir sind darüber sehr froh und würden es gerne an exponierter Stelle in Neumünster sehen, damit diese Stadt nicht so schnell vergisst, worauf sie wirklich stolz sein kann.

Hier klicken, um das Plakat in hoher Auflösung zu sehen. Hier gibt es den Bericht im Holsteinischen Courier vom 2. Mai 2012:

(sh:z/Holsteinischer Courier, 02.05.2012, Text/Fotos: Udo Carstens/Gabi Vaquette)

Seit Mittwoch, den 16. Mai 2012 hängt das Plakat im Foyer des Rathauses. Hier klicken, um den Bericht auf der Internetseite des sh:z zu lesen. Hier ist der Bericht im Holsteinischen Courier vom 18.5.2012:

 

Solidaritätskonzert für das Frauenhaus in Wedel am 24.3.2012:

Solidarität mit dem Frauenhaus in Wedel!
In diesem Jahr wurde die öffentliche Förderung für das Wedeler Frauenhaus gestrichen.
Dank einer großen Spendenaktion, die von Parteien, Gewerkschaften, Kirchengemeinden und anderen Frauenhäusern unterstützt wurde, ist es gelungen, den Betrieb in diesem
Jahr aufrecht zu erhalten.

Auch wir wollen dazu beitragen, dass das Haus bestehen bleibt, damit Frauen und Kinder eine unverminderte Chance haben, einen Platz in einem Schleswig-Holsteiner Frauenhaus
zu bekommen. Leider kommt es auch gegenwärtig schon mal dazu, Frauen, insbesondere wenn sie Kinder haben, aus Platzmangel abzuweisen oder in einem Haus , das nicht ihrer
Wahl entspricht, unterzubringen.

Darum fordern wir, dass die Förderung für das Jahr 2013
wieder einsetzt!

Die Chance auf ein gewaltfreies Leben darf nicht vermindert werden!

Unsere Aktion Krach gegen Gewalt vom 25.11.2011: